Horror Musik | Halloween 2015

Passend zu Halloween werden alte Film-Horror-Klassiker wie „Der Exorzist“ oder „Psycho“ raus gekramt. Doch was übt die Faszination dieser Filme aus? Neben Schockmomenten spielt in Horrorfilmen die musikalische Untermalung eine entscheidende Rolle. Nicht nur das gesehene soll Angst erzeugen, sondern auch das Gehörte. Von ihr hängt ab,  dass ein Gesamtbild der Angst entsteht. Es folgen vier wichtige Merkmale, was Musik in Horrorfilmen ausmacht.

Instrumentenauswahl von Horror Musik

Musik in Horrorfilmen lebt hauptsächlichst von Musikinstrumenten, die einen Kontrast wie Tag und Nacht erzeugen. Zum einen muss die Musik geheimnisvoll und bedrohlich wirken, zum anderen muss sie explosionsartig über den Zuschauer hereinbrechen. Eine beängstigende Grundstimmung erzeugen tiefe Hörner und tiefe Streicher. Dazu kündigen dumpfe, hallende Trommeln ein kommendes Unheil an. Sobald das Monster aus der dunklen Ecke hervorschnellt, oder sich langsam an sein Opfer schleicht, gehen Streicher in den hohen Frequenzbereich und drängen warnend, ja fast kreischend die Zuschauer in ihre Sitze. Filmkomponisten müssen hier quasi vom minimalistischen bis zum intensiven Komponieren.

Sounds in Horrorfilmen

Das Sounddesign ist in einem Horrorfilm fundamental. Neben Musik spielen Soundeffekte eine große Rolle. Angefangen von knarrenden Türen, bis hin zu Schreien aus der Ferne. Geräusche bilden eine eigene Realität. Theoretisch könnte ein Horrorfilm auch ohne Musik auskommen. Filmgeräusche begleiten die Zuschauer und nehmen sie mit auf die Reise in das Ungewisse. Sounds können eine vielleicht an sich harmlose Situation dramatisieren, ja sogar verfälschen, indem sie eine Geräuschkulisse erschaffen, die andersartig und im Extremfall eine völlig neue Realität abbildet.

Stille

Stille kann in unserer heutigen hochtechnologischen Welt mit all ihren ständigen Geräuschkulissen beinahe fremd wirken. Ruhe würde im Normalfall entspannend sein. Doch eine künstlich erzeugte Stille, das noch in einem Horrorfilm, kann das Gegenteil erzeugen. Hinter jeder Ecke könnte etwas Unheimliches lauern. Stille kann Einsamkeit suggerieren, wodurch jeder der Zuschauer auf sich selbst zurückgeworfen und jedes noch so winzige Geräusch, sei es nur das eigene Atmen oder Herzklopfen, bedrohlich und laut empfunden wird.

Unheimliche Stille

Bedrohliche Stimmen

Was gibt es schlimmeres, als unterschwelliges Flüstern oder laute Schreie? Gerade Flüstergeräusche geben den Anschein, als seien sie allgegenwärtig. Es ist nicht möglich ihren Aufenthaltsort zu bestimmen, aber sie sind da. Aus diesem Grund ist das Element von geisterhaften Stimmen wohl eines der unheimlichsten von Menschen erzeugten Geräusche, das in einem Horrorfilm Verwendung finden kann. Das Gegenteil bieten laute Schreie. Gerade ein schmerzverzerrter Schrei lässt den Zuschauer bis ins Mark erzittern, da er Urinstinkte weckt.

Fazit zu Horror Musik in Filmen

Musik in Horrorfilmen lebt vom Kontrast. Hier geht es nicht darum warme Melodien zu erzeugen und den Zuschauer in Sicherheit zu wiegen. Hier wechseln sich tiefe Töne und kreischende Elemente ab. In der Horror-Musik gibt es keine Mitte, nur Gegensätze und Extreme. Stille und Lärm geben sich in einem Horrorfilm die Hand.




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