Musik selber machen, das heißt eigene Musik komponieren und veröffentlichen. Hier sind vier Tipps, die beim Produzieren eigener Tracks hilfreich sein können.

Vorwort – Musik selber machen

Ob Techno-Musik, Beats oder klassische Stücke, mit den heutigen Musikprogrammen sind die Möglichkeiten für Komposition schier unendlich. Folgender Artikel beinhaltet persönliche Erfahrungen, die ich während meiner musikalischen Schaffenszeit sammeln durfte.

Tower oder Notebook, welche Hardware wird gebraucht?

Als Heimmusiker braucht es zum Musik selber machen eines, einen starken Rechner. Dabei ist es nebensächlich ein Apple Produkt oder einen PC zu besitzen. Für eigene Musikprojekte ist es vorrangig eine große Festplatte und ausreichende viel Arbeitsspeicher zu besitzen. Außerdem ist ein starker Prozessor nötig, da Effekte und Exportfunktionen viel Rechenleistung in Anspruch nehmen.

Solltest Du Dich bei der Wahl der Hardware für eine Notebook entscheiden, denke daran, dass diese nur über schwache Soundchips verfügen. Zu empfehlen ist daher eine externe Soundkarte, sprich ein USB Interface, anzuschließen, um die Leistung Deines Notebooks zu erhöhen. Bei einem Tower-PC denke schon vor dem Kauf daran an eine starke Soundkarte einbauen zu lassen.

Im digitalen Zeitalter ist eine schnelle Internetverbindung essentiell. Viele Anbieter von Musiksoftware stellen ihre Produkte nur noch online zur Verfügung und verzichten auf den Versand physikalischer Medien. Davon abgesehen liefern diese Hersteller in regelmäßigen Abständen neue Updates, die zum Teil mehrere Gigabyte umfassen. Ein schnelle Internetgeschwindigkeit ist daher sehr von Vorteil.

  • viel Arbeitsspeicher
  • große Festplatte
  • schnelles Internet

Lautsprecher oder Kopfhörer, wie abmischen?

Die Meinungen sind unterschiedlich bei der Frage: Was ist zum Abmischen besser geeignet, Lautsprechern oder Kopfhörer? Ich empfehle beides. Kopfhörer eignen sich sehr gut, um jedes Instrument des Songs wahrzunehmen. Diese sollten aber umschlossene Kopfhörer sein, damit kein Schall nach innen, wie auch nach außen dringen kann.

Lautsprecherboxen können das Klangerlebnis, wenn zuvor mit Kopfhörern produziert, komplett verändern. Ich empfehle daher beim Abmischen abwechselnd Kopfhörer und Boxen zu nutzen. Letztendlich müssen Lieder auf allen Abspielgeräten gut hörbar sein. Aus diesem Grund teste fertige Lieder mit Smartphone oder älteren Boxen und höre sie „zur Probe“.  Damit kannst Du simulieren, wie ein „Normalhörer“ den Song wahrnimmt.

Mastering | Abmischen

Mastering ist die Königsdisziplin in der technischen Umsetzung einer Musikproduktion. Bei diesem Verfahren werden sämtliche Spuren einer Tonaufnahme nach-bearbeitet. Was sagt Wikipedia zu Mastering?:

Neben der rein technischen Bearbeitung kann durch Mastering oftmals eine deutliche Verbesserung des klanglichen Eindrucks einer Musik-/Tonproduktion erreicht werden. Hierfür wird verschiedene technische Ausrüstung – wie beispielsweise Filter, Equalizer, Kompressoren oder psychoakustische Geräte – eingesetzt.

Achte bei der Wahl Deines Musikprogramms darauf, dass es Masteringtools – wie oben genannt –  unterstützt. Mehr zu Wahl des für Dich passenden Musikprogramms findest Du im nächsten Abschnitt.

  • Lautsprecher/Monitore
  • Kopfhörer
  • mehrere Geräte zum Testen

Welche Software zum Musik selber machen empfiehlt sich?

Ich habe in meiner Zeit als Hobbymusiker bereits mit vielen Musikprogrammen gearbeitet. Angefangen mit Musik Maker, über Music 2000 bis hin zu Reason. Letztendlich bin ich bei Frutiy Loops oder auch FL-Studio gelandet. Für mich ist die Wahl eines Musikprogramms Geschmacksache, es gibt da keine klare Empfehlung. Welche Software sich am besten zum Musizieren eignet, ist individuell und hängt von Deinen Bedürfnissen ab.

Es kommt beim Musik selber machen darauf an, was Du umsetzen möchtest. Für Sprachaufnahmen oder Gitarrenstücke reicht im Grunde das kostenlose Aufnahmeprogramm Audacity aus. Da ich seit ein paar Jahren auch Kurzfilme vertone, bin ich schnell an die Grenzen von FL-Studio gestoßen. Für Filmmusik eignet sich diese Software nur sehr eingeschränkt. Aus diesem Grund habe ich mir zusätzlich Cubase besorgt, damit ist es mir möglich Videos einzubinden und synchron dazu Musik zu komponieren.

Übersicht Musikprogramme

Es gibt da draußen viele Musikprogramme, mit denen sich eigene Musikideen umsetzen lassen.

    • es gibt die klassischen Notationsprogramme, wie Octava oder Musecore, bei denen Du eigene Noten eingeben und mit Instrumenten unterlegen kannst.
    • es gibt Aufnahmeprogramme wie Audacity, mit denen Du Gitarrenstücke oder Sprachaufnahmen aufnehmen und bearbeiten kannst.
    • es gibt Produktionsprogramme, die beides verbinden, wie Cubase oder FL-Studio. In der folgenden Übersicht siehst Du, welche davon kostenlos und welche kostenpflichtig sind:
KostenlosBezahlprogramm

Was ist der beste Weg zu kreativen Ideen?

Weißt Du nicht, wie Du beginnen sollst? Dann bietet es sich an bekannte Lieder nachzubauen, um erst einmal ein Gefühl zu bekommen, wie diese strukturiert sind und wie Du eine emotionale Spannung aufbauen kannst. Manchmal ergeben sich daraus sogar ganz eigene Ideen.

Fürs Komponieren bietet es sich außerdem an ein Instrument zu beherrschen. Dadurch lassen sich mit einem Midikeyboard erdachte Melodien sehr viel schneller umsetzen und einbinden. Aber auch Gitarristen können mit Hilfe eines Interfaces Ihre Melodie direkt in die Musiksoftware einspielen.

Bist Du so weit ein Lied als fertig zu bezeichnen, spiele es engen Vertrauen zum Testen vor. Das können Bekannte, Freunde aber auch Familienangehörige sein. Denke immer daran kritische Meinungen sind wertvoller für Deine Entwicklung – gerade am Anfang – als Lobeshymnen. Sauge jede konstruktive Kritik auf und versuche damit deine Kompositionen zu verbessern. Manchmal hilft es auch ein gerade fertig produziertes Lied ruhen zu lassen und erst ein zwei Tage später noch einmal anzuhören. Das bringt Dich vielleicht auf neue Ideen.

Diese und weitere Kreativtechniken habe ich bereits in einem meiner älteren Artikel zum Thema Songtexte schreiben zusammengefasst.

  • sich an anderen Liedern orientieren
  • ein Instrument beherrschen
  • konstruktive Kritik zu lassen

Effekte der Bilder erstellt mit:

https://www.befunky.com/

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