GEMA-freie Musik wird heutzutage immer öfter gebraucht. Ob für ein YouTube Video oder einen Film – ohne Musik geht es nicht. Hier ein Überblick, was Du als Filmemacher beachten solltest.

Der Status Quo

Immer wieder kommt es vor, dass auf YouTube-Videobeiträge gesperrt werden, weil sie urheberrechtlich geschütztes Material beinhalten. Das erklärt sich dadurch, das Filmemacher oft Hintergrundmusik verwenden, deren Rechte sie nicht besitzen.
Es ist natürlich schön, wenn man unter seinem Urlaubsfilm die passende romantische Musik von Ed Sheeran legt, aber legal ist das in den meisten Fällen nicht.

Das sagt www.urheberrecht.de:

Musikstücke und Kompositionen fallen unter das Urheberrecht. Findet eine Verwertung ohne die Zustimmung des jeweiligen Rechteinhabers statt, handelt es sich dabei um eine Urheberrechtsverletzung. Ein Verstoß gegen das Urheberrecht kann auch bei sogenannten Coverversionen vorliegen.

Für die Verwendung der Musik müssen Lizenzrechte eingeholt werden. Auf YouTube wurde zudem ein Content-ID System installiert, dass Inhalte mit geschütztem Material markiert und gegebenenfalls gesperrt. In einige Fällen können Rechteinhaber sogar klagen.

Welche Musik ist frei und welche geschützt?

Um es Filmemachern einfacher zu machen für ihre Filme Musik auszuwählen, unterscheidet man bei Musikrechten zwischen drei Kategorien:

Alle Rechte vorbehalten

Wenn ein Lied, eine Musikkomposition, geschaffen wird, greift automatisch das deutsche Urheberrecht. Das bedeutet, sobald ein Filmemacher dieses Werk für ein Video verwenden möchte, muss er den Urheber der Musik nach einer Erlaubnis fragen, damit eine Veröffentlichung des Video möglich ist. Tut er das nicht, kann der Urheber klagen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Werk mit einem Copyright versehen ist oder nicht.

Gemeinfreie Werke

Wenn der Urheber eines Werkes seit siebzig Jahren verstorben ist, gilt dieses als gemeinfrei. Das bedeutet, jeder kann das Musikstück frei verwenden. Trotzdem gilt hier zu beachten, ob Plattenfirmen Rechte besitzen, sofern die Komposition neu eingespielt oder aufgenommen wurde. Um sich auf der sicheren Seite zu wissen, gilt daher zu prüfen wie alt die Komposition ist, und wann die Aufnahme erstellt wurde.

Einige Rechte vorbehalten

Eine dritte Form bilden die Creative Commons Lizenzen. Diese bestehen aus verschiedenen „Lizenz-Bausteinen„. Der Urheber eines Musikwerkes kann zum Beispiel selbst bestimmen, ob sein Werk verbreitet oder kopiert werden darf, unter der Bedingung, dass er als Urheber benannt wird. Der Urheber kann aber auch festlegen, dass sein Werk nicht verbreitet oder verändert werden darf. CC geschützte Musikwerke sind also nicht „frei“ in dem Sinne, als Filmemacher sollte man darauf achten, welche Lizenzbausteine hier verwendet wurden.

Weitere Informationen

Wenn Du mehr zur CC-Lizenz erfahren möchtest, kann ich Dir meinen Artikel „Was ist Creative Commons“ empfehlen.

Außerdem findest Du auf meiner Unterseite „Gemafreie Musik“ Stücke, die Du frei für gewerbliche Zwecke downloaden kannst.

Kategorien: Musikmarketing

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