4 Tipps | Musik selber machen am PC

Veröffentlicht von Ronald Kah am

Musik selber machen, das heißt eigene Musik komponieren und veröffentlichen. Hier sind vier Tipps, die beim Produzieren eigener Tracks hilfreich sein können.

Vorwort: Musik selber machen

Ob Techno-Musik, Beats oder klassische Musikstücke, mit den heutigen Musikprogrammen sind die Möglichkeiten für Komposition und zum Musik produzieren schier unendlich. Folgender Artikel beinhaltet persönliche Erfahrungen, die ich während meiner musikalischen Schaffenszeit sammeln durfte und die Dir beim selbst Musik machen helfen können.

Tower oder Notebook, welche Hardware wird gebraucht?

Als Heimmusiker braucht es zum Musik selber machen einen starken Rechner. Dabei ist es nebensächlich ein Apple Produkt oder einen PC zu besitzen. Bei eigenen Musikprojekten kommt es darauf an eine große Festplatte und ausreichend viel Arbeitsspeicher zu besitzen. Außerdem ist ein starker Prozessor nötig, da Effekte und Exportfunktionen viel Rechenleistung in Anspruch nehmen.

Solltest Du Dich bei der Wahl der Hardware für ein Notebook entscheiden, denke daran, dass diese über schwache Soundchips verfügen. Zudem empfehle ich eine externe Soundkarte, sprich ein USB Interface, anzuschließen, um die Leistung Deines Notebooks zu erhöhen. Bei einem Tower-PC denke vor dem Kauf darüber nach eine starke Soundkarte einbauen zu lassen.

Im digitalen Zeitalter ist eine schnelle Internetverbindung essentiell. Viele Anbieter von Musiksoftware stellen ihre Produkte nur noch online zur Verfügung und verzichten auf den Versand physikalischer Medien. Davon abgesehen liefern diese Hersteller in regelmäßigen Abständen neue Updates, die zum Teil mehrere Gigabyte umfassen. Ein schnelle Internetgeschwindigkeit ist daher sehr von Vorteil.

  • viel Arbeitsspeicher
  • große Festplatte
  • schnelles Internet

Lautsprecher oder Kopfhörer, wie abmischen?

Die Meinungen sind unterschiedlich bei der Frage: Was ist zum Abmischen besser geeignet, Lautsprecher oder Kopfhörer? Ich empfehle beides. Kopfhörer eignen sich sehr gut, um jedes Instrument des Songs wahrzunehmen. Diese sollten aber umschlossene Kopfhörer sein, damit kein Schall nach innen, wie auch nach außen dringen kann.

Lautsprecherboxen können das Klangerlebnis, wenn zuvor mit Kopfhörern produziert, komplett verändern. Ich empfehle daher beim Abmischen abwechselnd Kopfhörer und Boxen zu nutzen. Letztendlich müssen Lieder auf allen Abspielgeräten gut hörbar sein. Aus diesem Grund teste fertige Lieder mit Smartphone oder älteren Boxen und höre sie „zur Probe“ auf möglichst vielen Wiedergabegeräten.  Damit kannst Du simulieren, wie ein „Normalhörer“ den Song wahrnimmt.

Musik Mastering | Abmischen | Mixen

Mastering ist die Königsdisziplin in der technischen Umsetzung einer Musikproduktion. Bei diesem Verfahren werden sämtliche Spuren einer Tonaufnahme nach-bearbeitet. Was sagt Wikipedia zu Mastering?:

Neben der rein technischen Bearbeitung kann durch Mastering oftmals eine deutliche Verbesserung des klanglichen Eindrucks einer Musik-/Tonproduktion erreicht werden. Hierfür wird verschiedene technische Ausrüstung – wie beispielsweise Filter, Equalizer, Kompressoren oder psychoakustische Geräte – eingesetzt.

Achte bei der Wahl Deines Musikprogramms darauf, dass es Masteringtools – wie oben genannt – unterstützt. Damit fällt es sehr viel einfacher Deine Musik zu bearbeiten und selber zu mixen. Mehr zur Wahl des für Dich passenden Musikprogramms findest Du im nächsten Abschnitt.

  • Lautsprecher/Monitore
  • Kopfhörer
  • mehrere Geräte zum Testen

Welche Software zum Musik selber produzieren empfiehlt sich?

Ich habe in meiner Zeit als Hobbymusiker bereits mit vielen Musikprogrammen gearbeitet. Angefangen mit Musik Maker, über Music 2000 bis hin zu Reason. Letztendlich bin ich bei Frutiy Loops oder auch FL-Studio hängen geblieben. Für mich ist die Wahl eines Musikprogramms Geschmacksache, es gibt da keine klare Empfehlung. Welche Software sich am besten zum Musizieren und Mixen eignet, ist individuell und hängt von Deinen Bedürfnissen ab.

Es kommt beim Musik selber machen darauf an, was Du umsetzen möchtest. Für Sprachaufnahmen oder Gitarrenstücke reicht im Grunde das kostenlose Aufnahmeprogramm Audacity aus. Da ich seit ein paar Jahren auch Kurzfilme vertone, bin ich schnell an die Grenzen von FL-Studio gestoßen. Für Filmmusik eignet sich diese Software nur sehr eingeschränkt. Aus diesem Grund habe ich mir zusätzlich Cubase besorgt, damit ist es mir möglich Videos einzubinden und synchron dazu Musik zu komponieren.

Edit: 14. März 2019:
Mittlerweile bietet FL-Studio mit dem Fruity Video Player 2 eine gute Möglichkeit Filme zu vertonen. Mit einem zweiten Display ist es sogar sehr angenehm zum Arbeiten.

Übersicht Musikprogramme

Es gibt da draußen viele Musikprogramme, mit denen sich eigene Musikideen umsetzen lassen.

    • es gibt die klassischen Notationsprogramme, wie Octava oder Musecore, bei denen Du eigene Noten eingeben und mit Instrumenten unterlegen kannst.
    • es gibt Aufnahmeprogramme wie Audacity, mit denen Du Gitarrenstücke oder Sprachaufnahmen aufnehmen, bearbeiten und schneiden kannst.
    • es gibt Produktionsprogramme (DAWs), die Aufnahme und Bearbeitung klug verbinden, wie zum Beispiel Cubase oder FL-Studio. In der folgenden Übersicht siehst Du, welche davon kostenlos und welche kostenpflichtig sind:
KostenlosBezahlprogramm

Apps zum Musik machen

Um Musik zu machen ist nicht zwingend ein PC oder Mac notwendig. Auch mit dem Smartphone oder iPad lassen sich prima musikalische Ideen umsetzen. Sehr praktisch, wenn man gerade im Zug sitzt. Hier mal einige meiner Top-Empfehlungen:

Magix Music Maker Free / Kostenlos

Einen guten Einstieg in die Musikproduktion bietet die Free-Version von Magix Music Maker. Sie enthält eine große Auswahl an Sounds, Loops und Effekten. Dazu kommen Instrumente und Synthesizer, die sich Note für Note programmieren lassen. Auf jeden Fall einen Blick wert, um sich auszuprobieren: Hier der Link zu Magix Music Maker Free

Was ist der beste Weg zu kreativen Ideen?

Woher nimmt man die Inspiration für einen Song? Hier einige Tipps von mir:
Baue bekannte Lieder nach und bekomme ein Gefühl wie Songs strukturiert sind und wie Du eine emotionale Spannung aufbauen kannst. Manchmal ergeben sich daraus sogar eigene Ideen.

Fürs Komponieren bietet es sich an ein Instrument zu beherrschen. Mit einem Midikeyboard lassen sich erdachte Melodien sehr viel schneller umsetzen und einbinden. Aber auch Gitarristen können mit Hilfe eines Interfaces ihre Melodie direkt in die Musiksoftware einspielen.

Bist Du so weit ein Lied als fertig zu bezeichnen, spiele es engen Vertrauten zum Testen vor. Das können Bekannte, Freunde, aber auch Familienangehörige sein. Denke immer daran, kritische Meinungen sind für Deine Entwicklung wertvoller als Lobeshymnen. Sauge jede konstruktive Kritik wie ein Schwamm auf und versuche damit Deine Musikproduktion zu verbessern. Manchmal hilft es ein gerade fertig produziertes Lied einige Tage ruhen zu lassen und es später anzuhören. Das bringt Dich vielleicht auf neue Ideen.

  • sich an anderen Liedern orientieren
  • ein Instrument beherrschen
  • konstruktive Kritik zu lassen

Diese und weitere Kreativtechniken habe ich bereits in einem meiner älteren Artikel zum Thema Songtexte schreiben zusammengefasst.

Buchempfehlung zum Thema Musikproduktion

Nachträglich zu diesem Artikel kann ich Dir das Buch „Moderne Musikproduktion in der Praxis“ von Lars Bohn empfehlen. In diesem Buch ist ein Guide und unterstützt Dich bei vielen kreativen Prozessen rund um das Thema computergestützter Musikproduktion. Hier geht es zum Buch!

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Kategorien: Producing

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