Was Horror Musik in Filmen ausmacht | 4 Merkmale

Veröffentlicht von Ronald Kah am

Passend zu Halloween werden alte Film-Horror-Klassiker wie „Der Exorzist“ oder „Psycho“ rausgekramt. Doch was übt die Faszination dieser Filme aus? Neben Schockmomenten spielt in Horrorfilmen die musikalische Untermalung eine wichtige Rolle. Nicht nur das gesehene soll Angst erzeugen, sondern auch das Gehörte. Von ihr hängt ab, ob ein Gesamtbild des Horrors entsteht. Es folgen vier wichtige Merkmale, was Musik in Horrorfilmen ausmacht.

Instrumentenauswahl von Horror Musik

Musik in Horrorfilmen lebt hauptsächlichst von Musikinstrumenten, die einen Kontrast von Tag und Nacht erzeugen. Zum einen muss die Musik geheimnisvoll und bedrohlich wirken, zum anderen muss sie explosionsartig über den Zuschauer hereinbrechen. Eine beängstigende Grundstimmung erzeugen tiefe Hörner und hohe Streicher. Dazu kündigen dumpfe, hallende Trommeln ein kommendes Unheil an.
Sobald das Monster aus der dunklen Ecke hervorschnellt, oder sich langsam an sein Opfer schleicht, gehen Streicher in den hohen Frequenzbereich über und drängen warnend, ja fast kreischend die Zuschauer in ihre Sitze. Filmkomponisten müssen hier quasi vom minimalistischen bis zum intensiven komponieren.

Sounds in Horrorfilmen

Neben Musik spielen Soundeffekte eine große Rolle. Angefangen von knarrenden Türen, bis hin zu Schreien aus der Ferne. Geräusche bilden eine eigene Realität. Theoretisch könnte ein Horrorfilm auch ohne Musik auskommen. Filmgeräusche begleiten die Zuschauer und nehmen sie mit auf eine Reise in das Ungewisse. Sounds können eine vielleicht an sich harmlose Situation dramatisieren, ja sogar verfälschen, indem sie eine Geräuschkulisse erschaffen, die andersartig sind und im Extremfall eine völlig neue Realität abbilden.

Stille

Ruhe würde im Normalfall entspannend wirken, doch eine künstlich erzeugte Stille, das noch in einem Horrorfilm, kann das genaue Gegenteil erzielen. Hinter jeder Ecke könnte das Unheimliche lauern. Stille kann Einsamkeit suggerieren, wodurch der Zuschauer auf sich selbst zurückgeworfen wird und jedes noch so kleine Geräusch als bedrohlich empfindet.

Unheimliche Stille

Bedrohliche Stimmen

Was gibt es schlimmeres, als Flüstern aus allen Richtungen? Es ist nicht möglich ihren Aufenthaltsort zu bestimmen, aber sie sind da. Aus diesem Grund ist das Element von geisterhaften Stimmen wohl eines der unheimlichsten von Menschen erzeugten Geräusche. Das Gegenteil bieten laute Schreie. Gerade ein schmerzverzerrter Schrei lässt den Zuschauer bis ins Mark erzittern.

Fazit zu Horror Musik in Filmen

Musik in Horrorfilmen lebt vom Kontrast. Hier geht es nicht darum warme Melodien zu erzeugen und den Zuschauer in Sicherheit zu wiegen. Tiefe Töne und wechseln sich mit „kreischenden“ Elemente ab. In der Horror-Musik gibt es keine Mitte, nur Gegensätze und Extreme. Stille und Lärm geben sich in einem Horrorfilm die Hand.

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Kategorien: Filmmusik

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