Musiker werden – 7 Tipps zur Berufung

Veröffentlicht von Ronald Kah am

Musiker werden, ein Wunsch, der oft ein Traum bleibt. Trotzdem gibt es Menschen, die diesen Schritt wagen und von ihrer Kunst leben können. Im Folgenden Beitrag gebe ich Dir sieben Tipps, um BerufsmusikerIN zu werden.

Vorwort: Freunde und Familie denken oft nur in schwarz oder weiß; Entweder Du schaffst es und Du wirst ein großer Star, oder Du scheiterst und kannst nicht einmal Deine Miete bezahlen. Dabei gibt es, wie in anderen Branchen auch, eine große Mittelschicht. Das sind Musiker, die ein ganz „normales“ Einkommen generieren, aber keine großen Stars sind.

Leidenschaft und Energie

Der erste Schritt ist die Frage, ob „Musiker sein“ genau der Weg ist, den Du einschlagen möchtest? Ist es Deine große Leidenschaft, Deine Motivation morgens aufzustehen? Kannst Du Dir nichts anderes vorstellen und möchtest Du all Deine Energie investieren? Wenn Du diese Fragen mit einem klaren JA beantworten kannst, erfüllst Du schon einmal die wichtigste Vorraussetzung.

Struktur und Disziplin

Musiker sein ist wie ein anderer Beruf auch. Du brauchst eine strukturierter Arbeitsweise und natürlich die Disziplin konzentriert arbeiten zu können. Ein Musiker muss sich an Deadlines halten, seine Arbeitsschritte planen oder Auftritte und Termine organisieren. Du darfst nicht den Fehler machen und denken, „Kreative müssen ja nicht arbeiten“, denn um mit Musik erfolgreich zu sein wird viel Fleiß und der ständige Drang sich zu verbessern vorausgesetzt.

Die eigene Zielgruppe bestimmen

Das eigene Publikum zu finden ist schwierig, aber nicht unmöglich. Der erste Schritt zur erfolgreichen Selbstvermarktung als Musiker ist die eigene Zielgruppe zu definieren. Welchen Stil verfolgst Du und wen möchtest Du damit ansprechen? Hast Du eine sehr kleine Zielgruppe, oder möchtest Du den Mainstream bedienen?

Sich als Musiker selbständig machen

Bist Du gut und wird Dir bereits Geld für Deine Musik geboten, solltest Du Dir überlegen Dich selbständig zu machen. Wann dafür der richtige Zeitpunkt gekommen ist, spürst Du, wenn aus einer einmaligen Bezahlung regelmäßige Aufträge/Engagements folgen. Geld mit Musik verdienen ist am Anfang schwierig, aber sollten sich erste Erfolge einstellen, besteht die Chance als Vollzeitmusiker einzusteigen.

Kleingewerbe oder Freiberufler?

Wenn Du als Musiker bereits erste Rechnungen für Auftritte oder Aufträge schreibst, solltest Du dies dem Finanzamt melden. Sprich, bei kleinen bezahlten Auftritten, melde am besten ein Kleingewerbe beim örtlichen Gewerbeamt an. Wenn Du Dich als MusikerIN komplett selbständig machen möchtest, melde bei Deinem Finanzamt die steuerliche Freiberuflichkeit (also Selbstständigkeit) an. Bei Fragen, kannst Du direkt bei Deinem Finanzamt anrufen.

Krankenversicherung

Wenn Du hauptberuflich als Musiker arbeitest, kannst Du Dich bei der Künstersozialkasse (KSK) versichern lassen. Diese ist für Deine Krankenversicherung, Pflege- wie auch Rentenversicherung zuständig. Die Beiträge sind hier weitaus niedriger, als wenn Du Dich bei einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung als Selbstständiger versicherst. Beachte aber, dass nicht jeder Antrag zur KSK angenommen wird. Am besten informierst Du Dich.

Zweites Standbein

Gerade als Musiker musst Du Dich auf ein unregelmäßiges Einkommen einstellen. Darum rate ich Dir mehrere Standbeine aufzubauen. Du kannst zum Beispiel Musikunterricht geben, für andere auf Auftragsbasis komponieren oder nebenher einen YouTube Kanal aufbauen. Einige Musiker arbeiten auf Teilzeitbasis in einem anderen Job, um so ihre Fixkosten zu decken.

Fazit: Musiker werden

Den Entschluss zu fassen Musiker zu werden und sich selbständig zu machen, dazu gehört eine Menge Mut. Wichtig ist, dass Du Deine Energie und Leidenschaft reinsteckst und kontinuierlich daran arbeitet Dich zu verbessern – selbst eine Lady Gaga hat hart für ihren Erfolg arbeiten müssen. Vergiss außerdem nicht das Finanzielle und baue Dir ein zweites Standbein auf, zudem melde Deine Einnahmen dem Finanzamt.

Am Ende hier noch ein Zitat als Motivation

Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.

Tommaso Campanella

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Wer schreibt hier?

Ronald Kah

Hallo, mein Name ist Ronald Kah und ich bin Filmkomponist.
Ich komponiere GEMAfreie Musik und befasse mich auf meinem Musik-Blog
mit den Themen Filmmusik und Musikproduktion.
Gerne stehe ich auch für Auftragskompositionen zur Verfügung.

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Kategorien: Musikmarketing

1 Kommentar

Franziska Bergmann · 18. April 2019 um 15:52

Mein Sohn hat sich in den Kopf gesetzt Musiker zu werden. Er spielt mehrere Instrumente und ist sehr gut mit der Gitarre. Ich finde deine Anmerkung gut, sich noch ein zweites Standbein aufzubauen. Ich sollte ihm nahe legen neben dem Musikstudium noch Gitarrenunterricht zu geben.

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