Nachtrag zur ESC-Vorentscheidung 2026 – und zu Sarah Engels

Nachtrag zum deutschen ESC - Sarah Engels

ESC Vorentscheid 2026: Warum am Ende die Live-Performance entschied und weshalb Sarah Engels die richtige Wahl für Wien ist.

In meinem ursprünglichen Artikel zur deutschen ESC-Vorentscheidung 2026 hatte ich drei klare Favoriten: Laura Nahr, Ragazzki  und Molly Sue. Aus kompositorischer Sicht, von der Idee her und mit Blick auf die Chancen beim ESC-Finale in Wien sah ich diese Beiträge deutlich weiter vorn.

Nach der Liveshow wurde jedoch noch einmal deutlich, dass beim ESC nicht allein die Komposition entscheidet. Ein Song funktioniert auf dem Papier (oder im Studio) oft anders als auf der großen Bühne. Am Ende sind es die Künstlerinnen und Künstler selbst, ihre Präsenz, ihre Erfahrung und die Art, wie sie einen Song live transportieren, wie ein Beitrag am Ende wirkt.

Und selten wurde mir das so klar vor Augen geführt wie nach dem Auftritt von Sarah Engels.

Meine ursprünglichen Favoriten – und warum es live nicht gereicht hat

Laura Nahr hatte für mich den stärksten Song des Abends. Die Komposition, die Idee, die musikalische Eigenständigkeit, all das hob sich aus meiner Sicht klar vom restlichen Feld ab. Ich war überzeugt, dass dieser Beitrag auch beim ESC-Finale in Wien sehr gute Chancen gehabt hätte.

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Doch live zeigte sich ein anderes Bild:

  • Die Nervosität war deutlich spürbar.
  • Viele Töne waren nicht sicher.
  • Die große Bühne wirkte leer, da sie komplett allein ohne nennenswertes Bühnenbild oder Unterstützung (gesanglich & tänzerisch) auftrat.

Man merkte die fehlende Erfahrung auf einer derart großen Bühne (Ähnliches auch bei BELA). Und beim ESC entscheidet eben nicht nur die Komposition, sondern der Gesamtmoment.

Auch bei Marti Fischer und seiner Band Ragazzki wurde deutlich, dass Performance und Gesang noch nicht fest einstudiert waren. Hier fehlte es an Feinschliff und eingespielter Bühnenroutine.

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Einzig „Optimist“ von Molly Sue konnte als Gesamtpaket überzeugen und war für mich der emotionale Höhepunkt des Abends. Damit war sie verdient unter den letzten Drei.

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Unabhängig davon gilt mein großer Respekt allen Newcomern, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie nervös man vor und während eines großen Bühnenauftritts sein kann. 🙈

Und dann kam Sarah Engels

Was Sarah Engels auf diese Bühne gebracht hat, war schlicht ein anderes Level.

Von der ersten Sekunde an war klar: Hier steht jemand mit Erfahrung.
Hier steht jemand, der weiß, wie Kameras funktionieren.
Hier steht jemand, der eine große Bühne nicht bespielt, sondern für sich einnehmen kann.

Performance, Show, gesangliche Sicherheit hob sich in allen Bereichen deutlich von den anderen acht Teilnehmern ab. Der Unterschied war nicht subtil. Er war offensichtlich.

Während andere noch mit Nervosität kämpften, war sie präsent.
Während andere die Bühne füllten, füllte sie den Raum.

Und genau das ist beim ESC entscheidend.

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Warum sie verdient gewonnen hat – trotz meiner Kritik am Song

In meinem ursprünglichen Beitrag hatte ich den Song von Sarah Engels nicht als den stärksten eingeordnet. Rein kompositorisch bleibe ich dabei: Andere Beiträge waren mutiger, innovativer oder musikalisch spannender.

Aber: Der ESC ist kein reiner Songwriter-Wettbewerb (mehr).

Es geht um Wirkung.
Um Präsenz.
Um Ausstrahlung.
Den besonderen Moment.

Sarah Engels bringt all das mit:

  • Bühnenerfahrung
  • eine stimmlich sichere Performance
  • eine bestehende Fanbase
  • starkes Spiel mit der Kamera und Ausdruck

Gerade beim ESC-Finale in Wien kann genau diese Professionalität und Energie den Unterschied machen.

Ein Song zur richtigen Zeit?

Hinzu kommt: Ihr Song transportiert Stärke und Selbstermächtigung. In politisch unsicheren Zeiten kann genau diese Botschaft einen Nerv treffen. Vielleicht ist der Titel musikalisch nicht der mutigste, aber geht sofort ins Ohr und reißt mit.

Und manchmal gewinnt beim ESC nicht der komplexeste Beitrag, sondern der, der die Menschen im richtigen Moment abholt.

Bereits starke internationale Reaktionen

Die ersten internationalen Reaction-Videos zum Auftritt von Sarah Engels fallen insgesamt überraschend positiv aus. Einige zeigen sich vom deutschen Beitrag deutlich überrascht und konnten stellenweise sogar schon beim ersten Hören mitsingen. Hier eine kleine Auswahl.

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Fazit: Wie die Live-Perfomance alles verändert

Ich stehe weiterhin zu meiner ursprünglichen Einschätzung der Songs auf dem Papier.
Aber live hat Sarah Engels gezeigt, warum Erfahrung, Professionalität und Bühnenpräsenz nicht zu unterschätzen sind.

An diesem Abend gab es einen Auftritt, der sich klar vom Rest abgehoben hat. Ein Wettbewerbsvorteil, anderen würden unfair sagen.

Ich bin gespannt, wie sie Deutschland in Wien vertreten wird und ob sich genau diese Professionalität am Ende auszahlt.

Ronald Kah
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