Was kostet es einen Song produzieren zu lassen? In diesem Beitrag gebe ich einen Einblick aus meiner Erfahrung und erkläre, wie eine Songproduktion abläuft.
Als Musikproduzent und Komponist bekomme ich oft die Frage gestellt: „Was kostet es, einen Song produzieren zu lassen?“, ob als Untermalung für einen Social Media Posts, einen Werbespot, einen Podcast‑Jingle oder ein komplettes Musikstück für einen Film. Und wie bei fast allem in der Musikproduktion gilt: Es gibt keinen Pauschalpreis. Jeder Song ist ein eigenes kleines Projekt mit unterschiedlichem Umfang, Anspruch und unterschiedlichen Zielen.
In diesem Beitrag möchte ich Dir einen Einblick in einer Songproduktion geben, welche Arbeitsprozesse und Kostenpunkte dazugehören und wie Du realistische Erwartungen und was realistische Budgets sind.
Mehr als „nur ein Song“
Viele Menschen denken bei „Song produzieren lassen“ an:
- Melodie und Harmonie schreiben
- Instrumente drauflegen
- fertig
So einfach ist es leider nicht. Hintergrundmusik, ein Image‑Song oder Filmmusik – all das ist Musikproduktion, allerdings mit sehr unterschiedlichen Anforderungen, Prozessen und Umfängen. Filmmusik erstellen etwa kann allein für 10 Minuten Material 20–25 Stunden Arbeit bedeuten, wenn man alle Schritte berücksichtigt.
Oder ein Song mit Gesang, mit dazugehörigen Instrumenten, Arrangements, professioneller Aufnahme und Mastering kann schnell das Doppelte oder Dreifache an Zeit und Aufwand erfordern, wie zum Beispiel eine sphärische Untermalung für eine Meditation.
Was kostet eine Songproduktion? Die wichtigsten Faktoren
Hier sind die wichtigsten Einflussfaktoren, die am Ende über den Preis bestimmen:
✍️ Komposition & Songwriting
Die kreative Phase: Idee, Harmonie, Melodie, Text.
→ Je komplexer und individueller der Song sein soll, desto mehr Arbeitszeit.
🎸 Arrangement & Instrumentierung
Ein Song mit vielen Elementen (Sounds, Effekte) braucht ein ausgetüfteltes Arrangement und kann durchaus mehrere Stunden intensiver Arbeit bedeuten.
🎤 Recording (Gesang, Instrumente)
Echte Aufnahmen mit Sängern, Gitarristen, Drums etc. können zusätzliche Studiozeit und Gagen kosten.
🛠️ Equipment & Weiterentwicklung
Produzenten investieren in Software, Plugins, Hardware und Know‑How – das fließt alles indirekt in den Preis ein.
💬 Kommunikation & Feedback
Abstimmungen und Feedback gehören zur Produktion dazu und kosten Zeit. Je klarer das Briefing, desto effizienter der Prozess.
🎛️ Mixing & Mastering
Eine gute Abmischung und ein ausgewogenes abschließendes Mastering geben dem Song seinen Schliff.
Drei gängige Preis‑Modelle für Songproduktionen
Es gibt verschiedene Wege, eine Produktion zu berechnen, je nachdem,
- wie individuell der Song ist,
- wie hoch der Anspruch ist (von einfachen sphärischen Klängen bis zur komplexen Orchestrierung)
- und wie umfangreich das Projekt ist.
Nach Songlänge / Minuten
Gerade bei Filmmusik ist das verbreitet, aber auch bei Songs kommt das vor.
Richtwerte aus der Branche:
→ ca. 150 € – 300 € pro Minute fertiger Musik
(besonders, wenn Mixing & Mastering inklusive sind)
Ein 4‑Minuten‑Song würde damit also ca. 600 € – 1.200 € kosten (Basis), und höher bei professioneller Produktion.
Nach Arbeitsaufwand (Stundenpreis)
Du bezahlst echte Produktionszeit:
Beispiel:
30 Stunden Arbeit × 80 € Stundenpreis = 2.400 €
Dieses Modell ist transparent und fair, denn Du zahlst für echte menschlicher Leistung und keinen KI-Song.
Pauschale pro Song
Viele Produzenten, vor allem im kommerziellen Bereich, arbeiten mit festen Pauschalen:
| Level der Produktion | Preis | Leistungen |
|---|---|---|
| Einfache Produktion | 250 – 1.000 € | Beat, Hintergrundmusik, einfache Mix |
| Mittleres Niveau | 1.000 – 3.000 € | Voller Mix, Master, entsprechende Länge |
| High‑End / Profi | 3.000 – 10.000 €+ | Hohes Level der Produktion, entsprechende Länge, eventuell Gastmusiker |
Warum Preise so stark variieren
⏱️ Komplexität:
Ein elektronischer Beat und ein Pop‑Song sind schnell gemacht; orchestrale oder mehrstimmige Arrangements brauchen deutlich mehr Zeit.
👥 Profi‑Level:
Producer mit jahrelanger Erfahrung, großen Referenzen oder besonderen Skills (z. B. Vocal‑Producing, Orchester‑Arrangement) verlangen höhere Gagen.
🎙️ Studio vs. Home:
Jedes echte (Home) Studio kostet Geld – jedes Mikrofon, jeder Raum, jede Session.
🎚️ Revisionen & Kommunikation:
Feedback‑Runden, Korrekturen und Kundengespräche gehören ebenso zur Arbeit.
Fazit: So solltest Du kalkulieren
✔ Musikproduktion ist Handwerk, Kreativität und technisches Können zugleich.
✔ Je klarer Du Deine Vorstellungen als Auftraggeber formulierst, desto realistischer kann kalkuliert werden.
✔ Pauschalpreise sind oft irreführend – echte Leistungen lassen sich meist an Stunden oder Aufwand messen.
✔ Gute Musikproduktion kostet Zeit und Zeit ist bei Profis ein Wert.
🧠 Tipp für Auftraggeber
💡 Kommunikation vor Budget:
Bevor Du Zahlen nennst, frag ausführlich nach Produktionsschritten, Erwartungen und Deliverables.
💡 Klarer Auftrag = besserer Preis:
Je klarer das Briefing, desto genauer kann der Produzent planen.
Wenn Du magst, helfe ich Dir gern dabei, einen Song zu produzieren. Kontaktiere mich gern oder schreibe mir eine E-Mail: infol@ronaldkah.de
- Song produzieren lassen – was kostet es? - 19. Februar 2026
- Hochsensibel als Musiker – Einblicke & Erfahrungen - 8. Februar 2026
- ESC Vorentscheid Deutschland 2026 – meine Favoriten - 3. Februar 2026





