Das Musik beruhigend und entspannend auf Körper und Seele wirkt, ist bekannt. Doch kann Musik gezielt gegen Angststörugnen und Depressionen eingesetzt werden? Folgender Artikel setzt sich mit der Frage auseinander, ob Musik heilen kann.

Depressionen und Burnout

Depressionen sind mittlerweile eine Volkskrankheit. Grund ist der steigende Anspruch in der Arbeitswelt. Aber auch Hektik und Stress im Alltag gehören für viele Menschen praktisch zur Tagesordnung. Die Umwelt bietet immer weniger Ruhepole. Selbst in den eigenen vier Wänden halten uns Smartphone und ständig einprasselnde Informationen auf Trap. Das Resultat sind Unzufriedenheit, Burnout und depressive Verstimmungen.

Viele Menschen suchen deshalb nach Entspannung. Das Klänge, Harmonien und Rhythmen heilend auf die Psyche wirken können, ist seit Jahrtausenden bekannt. Nicht ohne Grund hat die Musiktherapie in den letzten Jahren einen Aufschwung erfahren, um körperliche Leiden, aber auch seelische Krankheiten wie Depressionen zu heilen.

Musik als Therapie

Musik kann als Therapie bei Depressionen eingesetzt werden. Die Musiktherapie hat auf den ersten Blick einen eher magischen oder mystischen Ruf. Trotzdem gilt sie heute für viele als Alternative zu konventionellen Methoden um körperliche Erkrankungen oder Depressionen zu behandeln. So kann sie Physiotherapie oder die chemisch-pharmakologische Behandlungsangebot ergänzen. Die Wirkung der Musiktherapie ist trotzdem eher umstritten, da eine Vielzahl subjektiver Faktoren den Erfolg der Behandlung beeinflussen können.

Heilende Wirkung von Musik

Doch gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse, die die heilende Wirkung von Musik zumindest im Ansatz bestätigen können? Erst einmal sollte man betrachten, dass Musik auf jeden einzelnen Menschen unterschiedlich wirkt. Subjektive Faktoren, wie der allgemeine Gemütszustand, Erziehung und Lebenserfahrungen haben einen entscheidenen Einfluss. Trotzdem gibt es Studien, die einige grundlegende Erkenntnisse zur heilenden Wirkung von Musik liefern:

  • Erkenntnis 1: Durch eine subjektiv wohlklingende Musik kann eine vermehrte Freisetzung von Endorphinen (körpereigenen Opiaten) ausgelöst werden.
  • Erkenntnis 2: Durch eine dauerhafte zu laute, zu aggressive und dissonante Musik kann es zu einer vermehrten Ausschüttung von Adrenalin kommen.
  • Erkenntnis 3: Durch Musik, die langsamer als der eigene Herzschlag und eher leise ist, zudem harmonische Klänge aufweist, hat einen positiven und entspannende Effekt auf den Menschen.

Musik gegen Angst – 4 Wirkungsebenen

Wie können nun diese Erkenntnisse in der Musiktherapie helfen?

Der US-amerikanischen Musikwissenschaftler Arthur W. Harvey spricht von vier Wirkungsebenen der Musiktherapie.

  1. Stimulation der Hirnfunktionen: Nach Meinung von Harvey kann Musik die Wahrnehmung und Sinnesverarbeitung stimulieren und die geistige Aktivität anregen.
  2. Emotionale Reaktion: Selbst bei verschlossenen oder autistisch veranlagten Menschen, kann Musik eine emotionale Reaktion hervorrufen.
  3. Biophysische Reaktion: Wie schon beschrieben, löst Musik auch biophysische Reaktionen aus, wie die Veränderung des Blutdrucks und Pulses.
  4. Einfluss auf Bewusstsein und Unterbewusstsein: Musik kann das Bewusstsein und den Gemütszustand beeinflussen und zudem sich positiv auf unsere Gedanken und das Unterbewusstsein auswirken.

Warum weinen wir bei Musik?

Der Hörsinn gehört zu unseren sensibelsten Sinnen. Er ist eng mit unseren Emotionen verbunden. Rein anatomisch gesehen, sind hier unsere Ohren und unser limbisches System eng miteinander verbunden. Deshalb und gerade darum wird Musik als Manipulationsmittel in der Werbung verwendet

Wirkung von Musik auf die Psyche

Das heißt also, durch das Hören von Musik wird direkt unsere Wahrnehmung und Emotionen angesprochen. Das kann bei bestimmt Musikarten zu positiven Gefühlen führen und sogar Stress abbauen. Musik kann uns also geistig anregen und Aggressionen abbauen.

Klassiche Musik gegen Depressionen

Klassische Musik kann unsere Konzentration verbessern und bestimmte Klänge, Melodien und Rhythmen in unseren Körper vitalisieren oder zum Tanzen anregen. Das führt in beiden Fällen dazu, dass uns Musik „belebt“ und dadurch positive Gefühle entstehen.

Fazit: Musik gegen Depressionen

Die Musiktherapie spielt bei der Behandlung von depressiven Patienten eine wichtige Rolle und ist somit ein wertvolles Behandlungskonzept. Ziel ist dabei mit Hilfe von Musik die Wahrnehmung des Patienten dahingehend zu beeinflussen, dass dieser wieder eine gesunde Erlebnis- und Genußfähigkeit entwickeln kann.

Doch kann man Musik als Wunderwaffe gegen Depressionen einsetzen? Aus meiner Sicht ist die Musiktherapie nur ein Baustein in der Gesamtbehandlung eines depressiven Patienten. Sie sollte daher nicht als eine Alternativheilmethode gesehen werden, sondern vielmehr als Ergänzung zur einer psychotherapeutischen Behandlung.

Songs gegen Depressionen (Playlist):

Welche Musik hilft bei Depressionen? Hier stelle ich Dir eine Playlist mit kostenloser gemafreier Musik zur Verfügung. Diese beinhaltet beruhigende und entspannende Musik.

Kategorien: Musikmarketing

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