Julia Aldo | Into Fire – Songproduktion

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Im letzten Jahr kam die Sängerinnen Julia Aldo auf mich zu und bat mich für sie einen Song zu produzieren. Dieser sollte nach Filmmusik und gleichzeitig nach Pop klingen. Hier erfährst mehr über die Zusammenarbeit mit ihr.

Meine Arbeit als Filmkomponist hat im Jahr 2020 eine neue Facette hinzugewonnen. Ich durfte für die Sängerin und Songschreiberin Julia Aldo einen Song produzieren. Herausgekommen ist dabei ein Lied, das die Genres Pop, Elektro und Filmmusik verbindet und den Namen Into Fire trägt. Im Folgenden möchte ich Dir Julia Aldo vorstellen und einen Einblick in die Kooperation mit ihr geben.

Wer ist Julia Aldo?

Julia Aldo im Portrait

Julia Aldo ist eine junge aufstrebende Sängerin aus dem Raum Stuttgart. Schon früh entdeckte Sie das Singen für sich und schafft seitdem mit ihrer Stimme Energie und Gefühl zu verbinden. Die hochtalentierte Julia schreibt zudem ihre tiefgründigen Songtexte selbst und hat bereits zwei sehr bezaubernde Lieder Empty World und Destiny auf Spotify und weiteren Musikstores veröffentlichen können.

Mit ihrem neuen Song Into Fire geht für sie ein Herzenswunsch in Erfüllung, der die beiden Stile Filmmusik und Pop verbindet. Herausgekommen ist dabei ein einzigartiges Werk, dass sowohl kraftvoll ist, als auch nachdenklich stimmt.

Entstehung des Songs “Into Fire”

Zuerst einmal muss ich zu meiner großen Schande gestehen, dass sich die Songproduktion zu Into Fire sehr in die Länge gezogen hat. Das Corona Jahr 2020 hat doch vieles in meinem beruflichen und privaten Bereich auf den Kopf gestellt, so dass mir oft die Muse gefehlt hat und dadurch das Projekt in der Jahresmitte zum Erliegen gekommen ist. An dieser Stelle möchte ich mich bei Julia für ihre Geduld, ihr Verständnis und ihre Herzlichkeit bedanken.

Wie kam es nun zur Entstehung des Songs? Julia hatte einen Produzenten und Komponisten gesucht, der die Vision ihres Songs umsetzen kann. Dabei ist sie über Google auf meine Website gestoßen. Nach einem ersten Telefonat war uns beiden klar, dass wir uns musikalisch auf einer Ebene bewegen.

So begann Julia mir erste Gesangsdateien zu schicken, auf Basis dieser ich erste Akkorde und ein Arrangement entwickelte. Nahezu schockiert musste ich feststellen, dass ihr die erste Version sehr gefallen hat, überraschend für mich, denn ich hatte in dieser Art noch keinen Song produziert und war dementsprechend unsicher wie es ankommt. Über das Jahr hinweg hat sich Into Fire weiterentwickelt und steht jetzt zur Veröffentlichung bereit.

Interview – Julia Aldo

Freundlicherweise hat mir Julia Aldo Fragen zu sich selbst, ihrer musikalischen Arbeit und ihren Weg in die Musiklandschaft beantwortet. Vielen lieben Dank dafür! Nochmal Danke für die tolle Zusammenarbeit!

Wann hast Du mit dem Gesang angefangen?

Ich singe eigentlich mein ganzes Leben schon und weiß nicht mehr genau, ab welchem Zeitpunkt es mir so wirklich bewusst geworden ist. Woran ich mich aber erinnere ist, dass ich früher Lieder erfunden habe und dabei so getan habe, als würde ich sie auf Englisch singen. Meine Schwester ist 4 Jahre älter und war dementsprechend viel früher als ich in der Schule. Sie hat manchmal gezeigt, was sie Neues auf Englisch gelernt hat und ich fand das total cool. Im Prinzip habe ich mir dann ungefähr die Laute gemerkt und auf einer erfundenen Sprache Lieder gesungen. Wenn mich jemand gefragt hat, was ich da singe, meinte ich immer das wäre englisch. 

Wie würdest Du Dich und Deine persönliche Entwicklung beschreiben?

Ich hatte immer große Selbstzweifel. Das Singen hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, aber ich war so unsicher, dass ich mich nie getraut habe vor anderen Menschen zu singen. Ich musste mich dafür verstecken, mich umdrehen, oder in ein anderes Zimmer gehen. Das hat teilweise gar nicht zusammengepasst, weil ich einerseits immer vom Singen geschwärmt hab und andererseits niemandem etwas vorsingen wollte, weil ich Angst hatte, dass die Menschen um mich herum dann bemerken, dass ich eigentlich gar nichts kann.

Oder mich auslachen würden. Und wenn mir Menschen gesagt haben, dass ich eine super Stimme habe, dann hab ich das Kompliment zwar dankend angenommen, aber nicht dran geglaubt. Mittlerweile hat sich meine Haltung verändert. Ich singe und schreibe, weil es mich glücklich macht & mich erfüllt. Unabhängig davon, was andere sagen oder denken. Ich tu es für mich und nicht um jemandem zu gefallen. Ich liebe was ich tue. Und reise gerne in meine kleine eigene Welt. 

Wann hattest Du Deinen ersten Auftritt?

Bevor ich allein auf der Bühne stand, war ich während meiner Schulzeit im Chor und hatte dort einige Auftritte. Meinen ersten eigenen Auftritt hatte ich erst spät. Da war ich 15 oder 16 Jahre alt und habe „Behind Blue Eyes von Limp Bizkit“ bei einem Pop/Rock Konzert der Städtischen Musikschule gesungen. Ich war tatsächlich so aufgeregt und nervös, dass ich den Song sitzend gesungen habe. Heute bin ich manchmal etwas überrascht, wie unfassbar unsicher ich war.

Woher beziehst Du die Ideen für Deine Lieder?

Meine Ideen für neue Songs kommen immer ziemlich spontan und ich schreibe zumindest den Text der Songs relativ schnell. Normalerweise brauche ich ca. 20-30 Minuten. Wenn ich mich gezielt hinsetze und mir vornehme einen Song zu schreiben, dann funktioniert es meist nicht. Dafür muss ich nämlich emotional in der richtigen Stimmung sein und etwas zu sagen haben. Die Gefühle nehmen dann die Oberhand und der Text fließt einfach so heraus. Ich denke zum Beispiel an bestimmte Ereignisse in meinem Leben, oder eben an Momente, die mich besonders viel fühlen lassen haben.

Dann bin ich für eine kurze Zeit nicht ansprechbar, weil ich komplett in meinem Kopf versinke und schreibe. Dadurch nehme ich nicht mehr viel um mich herum wahr. Wenn ich zurück in der Realität bin, dann nehme ich mir kurz die Gesangsmelodie auf dem Handy auf, damit ich sie nicht vergesse und weiter geht’s. Manchmal träume ich sogar Nachts davon, wie ich ein Lied schreibe. Dann wache ich auf, nehme mein Handy und notiere mir die Phrasen, die noch im Kopf sind, in der Hoffnung, dass ich am Morgen die Melodie noch weiß. 

Was war für Dich der Schlüsselmoment das Singen zu professionalisieren?

Mit 15 war ich das erste Mal im Tonstudio. Meine Eltern haben mir zu Weihnachten ein Gutschein für Tonstudioaufnahmen geschenkt. Dort habe ich die Lieder „I see fire“ von Ed Sheeran und „Almost Lover“ aufgenommen. Ich muss sagen ich war wahnsinnig nervös, hab Tage vorher viel Tee getrunken, die Lieder geübt und mir teilweise die schlimmsten Szenarien ausgedacht. Wie zum Beispiel, dass plötzlich meine Stimme versagt, ich total schrecklich singe etc.

Als ich dann aber im Tonstudio stand, hab ich mich sofort super wohl gefühlt. Als ob ich genau hier her gehöre. Ich bin emotional komplett in die Lieder eingetaucht. Der Sound Engineer war begeistert und wollte mir nicht glauben, dass ich noch nie Gesangunterricht hatte. An dem Tag hab ich ihm versprochen, dass ich definitiv weiter mache mit dem singen und auch Gesangsunterricht nehmen werde. Ehrlich gesagt war das der Moment, an dem sich ein kleiner Schalter umgelegt hat. Ich hab mir plötzlich gedacht „Vielleicht bin ich doch nicht so schlecht, wie ich immer denke.“ 

“Into Fire” anhören

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