Stimmen im Chor: die vier Stimmlagen im Überblick

Stimmen im Chor

Die Singstimmen im Chor werden in der Regel nach Geschlecht bzw. nach Frauen- und Männerstimmen unterschieden. Hier bekommst Du einen Überblick der Stimmlagen und was sie besonders macht:

Wie sich ein Chor zusammensetzt und funktioniert, ist für mich als Filmkomponist elementares Musikwissen. Denn auch in der Filmmusik kommt es des öfteren zum Einsatz von Chören, die sich mit einem Orchester ergänzen müssen. Außerdem bin ich selber Mitglied eines Chores in Potsdam und setze mich deshalb intensiv mit der Funktionsweise eines Chors auseinander.

Definition: Chor

Was ist ein Chor? Der Begriff „Chor“ beschreibt eine Gruppe von Sängern, in der jede Stimmlage unterschiedlich und mehrfach besetzt ist. Dabei haben sich über die Jahrhunderte zwei Arten von Chorarten entwickelt:

  1. Gleichstimmiger Chor: Beispiele wären hierfür reine Männerchöre, Frauenchöre oder Kinderchöre
  2. Gemischter Chor: Hier singen verschiedene Stimmlagen miteinander, zum Beispiel Frauenstimmen und Männerstimmen.

Frauenstimmen Chor

Stimmlage Sopran

Der Sopran bildet im Chor die höchste menschliche Stimmlage und ist im 16. Jahrhundert als „Oberstimme“ entstanden. Hauptsächlichst wird diese von Frauen gesungen, kann aber auch von Jungen vor ihrem Stimmbruch besetzt werden.

  • Tonumfang: c’ bis a’

Stimmlage Alt

Die Stimmlage Alt ist die Gesangsstimme, die als tiefere Frauenstimme gilt und dadurch in der Regel von Frauen, aber auch von Knaben gesungen werden kann.

  • Tonumfang: g bis e’’

Männerstimmen Chor

Stimmlage Tenor

Als Tenor wird die hohe männliche Stimme in einem Chor bezeichnet. Sie bildete sich aus der damaligen Mehrstimmigkeit heraus und wurde als die Stimme bezeichnet, die den Cantus firmus (Hauptmelodie eines mehrstimmigen Chors) hielt, wonach sich die Bezeichnung Tenor (Tenere=halten) ableitet.

  • Tonumfang: c bis a‘

Stimmlage Bass

Die Stimmlage Bass gilt als die tiefste männliche Gesangsstimme. Sie zeichnet sich durch ein großes Volumen aus, gerade in den tiefen Tönen und lässt so den gesamten Chor dunkler, aber auch wärmer klingen.

  • Tonumfang: F bis f’

    Stimmlage bestimmen

    Die eigene Stimmlage zu bestimmen bzw. zu erkennen ist wichtig, um Deine Rolle in einem Chor zu finden. Der erfolgsversprechendste Weg ist der Stimmtest beim Chorleiter. Denn er verfügt über das fundierte musikalische Grundwissen und kann somit objektiv Deine Stimmlage festlegen.

    1. Stimmen-Range: hier wird ermittelt, was Deine höchsten und was Deine tiefsten Töne sind.
    2. Tessitur: hier geht es darum zu erkennen, wo sich Deine Stimme am wohlsten fühlt.
    3. Stimmenregister: danach wird ermittelt, wo die Knackpunkte in Deine Stimme bestehen. Also wie funktioniert bei Dir der Übergang von Brust- zu Kopfstimme.
    4. Klangfarbe: schlussendlich wird der Chorleiter Dir Deine Klangfarbe mitteilen, diese kann entweder hell, strahlend, dunkel oder warm sein.

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