Was ist eine Klangfarbe in der Musik? Die Klangfarbe macht jede Stimme einzigartig. Sie erzeugt den hörbaren Unterschied und verleiht Instrumenten dadurch ein ganz individuellen Klang. Es folgen Definition und Beispiele:

Jede berühmte Filmmusik hat ihren ganz eigenen Klang. Ein „Psycho“ ist geprägt durch stechende Streicher, ein „Spiel mir das Lied vom Tod“ durch seine berühmte Mundharmonika. Die Spielweise der Musik und die Auswahl der Musikinstrumente haben also eine ganz besondere Auswirkung auf die Klangfarbe.

Definition

Doch konkret, wie wird eine Klangfarbe definiert?: Eine Klangfarbe (oder Timbre) einspricht einen Parameter eines einzelnen Tons. Eine große Rolle spielt hierbei das Klangspektrum, dass sich wiederum aus einem Mix aus Grundton, Obertönen, Rauschanteilen und der Lautstärke zusammensetzt:

  • Grundton: die wahrgenommene Tonhöhe von einem Tons eines Instrumentes beim Zuhörer
  • Oberton: mitklingende Töne, die über dem Grundton liegen
  • Rauschanteil: nicht harmonische Schallereignisse (Geräusche), wie sie in der Natur verkommen
  • Lautstärke: auch Dynamik oder Lautheit eines Tons

Aus diesen vier genannten Elementen setzt sich das Schallspektrum zusammen. Dadurch klingt zum Beispiel eine Trompete anders als eine Tuba. Eine Tuba verfügt über einen größeren Resonanzkörper, dadurch verfügt ihr Klang über mehr Volumen und unterscheidet sich dadurch von anderen Instrumenten.

Physikalische Erklärung

Wie entstehen eigentlich Töne? Ein Ton ist als Welle definiert. Eine Tonwelle hat immer eine Frequenz. Eine Frequenz sagt dabei aus, wie oft eine Welle in einer Sekunde schwingt. Siehe dabei folgendes Bildbeispiel:

Ton Frequenz

Sinustöne, Bildquelle: https://kilchb.de/muslekt1.php

Wenn also eine Welle in einer Sekunde drei mal hoch und runter schwingt, hat sie eine Frequenz von 3. Dabei gilt, je höher die Frequenz ist, umso höher ist der Ton. Eine Opernsängerin mit einer hohe Stimme singt also in einer höheren Frequenz als ein Sänger mit einer sehr tiefen Stimme.

Klangfarbe Klavier

Bei Musikinstrumenten wie dem Klavier ist das genauso: Auf der Klaviertastatur befindet sich der Ton „a“ bei einer Frequenz von 440 Hz. In der nächsten Oktave liegt der Ton „a“ schon bei 880 Hz. Eine Oktave ist nach oben hin also immer die doppelte Frequenz –  nach unten hin logischerweise die Hälfte.

Klangfarbe der Stimme

Jede Stimme hat eine eigene Klangfarbe. Dabei gibt es hohe und tiefe Stimmen. Warme und schrille. Am Klang der Stimme lassen sich die Gefühle der jeweiligen Person erkennen. Die Gesangstimme ist quasi das körpereigene Musikinstrument des Menschen.

Entstehung der Stimme

Wie entsteht eigentlich der Klang der Stimme? Töne werden durch verschiedene Körperteile und Muskeln erzeugt. Alles beginnt mit dem Ein- und Ausatmen von Luft. Luft gelangt direkt in die Lungen. Beim Ausatmen trifft diese auf einen Widerstand – die Stimmlippen – und es kommt zu Schwingungen, wir haben einen Ton.

Verändern der Stimmenfarbe

Die Stimmfarbe trägt sehr stark zur Identität bei. Diese kann man mit ein paar einfachen Tricks verändern. Auch wenn einem nicht danach ist, aber mit einem Lächeln auf dem Gesicht, kann der Klang der Stimme sehr viel wärmer und fröhlicher klingen.

Fazit: Klangfarbe in der Musik

Zusammenfassend kann man sagen, dass die „Klangfarbe“ beschreibt, was wir hören. Jeder Mensch verfügt über eine einzigartige Klangfarbe – von tief, warm, hoch und schrill. Das gleiche gilt auch für Instrumente; jedes Musikinstrument hat einen eigenen Klang. Ein Cello klingt anders als ein Klavier, auch wenn beide den gleichen Ton spielen. Das gilt auch für ein Orchester, das je nach Zusammensetzung über eine eigene Klangfarbe verfügt.

Kategorien: Filmmusik

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