Was ist ein Komponist? Und was er macht…


Was ist ein Komponist und welche Eigenschaften zeichnen ihn aus? Hier wird diesen Fragen auf den Grund gegangen – von der Idee bis hin zur fertigen Komposition.

Der Komponist – ein Tonkünstler

Die Titelfrage mag zunächst simpel erscheinen, doch bei näherer Betrachtung wird schnell klar: Der Beruf des Komponisten ist vielseitiger und umfangreicher als zunächst erwartet. Als Komponist, auch Tondichter oder Tonkünstler, erschafft man nicht nur musikalische Werke, die Begeisterung beim Zuhörer auslösen soll, sondern man kreiert mit Wort und Klang Botschaften, die sich auch Film und Werbung zunutze machen.

Den Begriff verbinden viele mit den großen Schöpfern wie Mozart, Beethoven oder Schubert, die mit ihren genialen Schöpfungen wie heutige Popstars gefeiert wurden. Doch was genau macht einen modernen Komponisten aus? Wie arbeitet er heute? Notenpapier und Bleistift zählen dabei sicherlich nur noch in den wenigsten Fällen zu den wesentlichen Werkzeugen. Hier hier also mal ein kleiner Überblick:

Was genau macht ein Komponist?

Ob Filmmusik, Kinderlieder, Techno oder Oper: Komponisten kreieren in erster Linie musikalische Werke . Beim Komponieren geht es nicht nur darum, die richtigen Töne zu finden und aneinanderzureihen, sondern vielmehr um das Erschaffen von Emotionen, Spannung und Dramaturgie. Kompositionen sind immer ganzheitliche Werke, die beim Zuhörer bestimmte Gefühle auslösen.

Komponisten sind daher nicht nur Musiker, sondern auch gleichzeitig Dichter und Künstler, die mit Wort, Klang und Interpretation das Publikum in ihren Bann ziehen. Das gilt natürlich für alle möglichen Musik-Genres. Ihren Ursprung hat die Komposition zwar in der klassischen Musik, doch lassen sich die Herangehensweisen und Techniken auch in alle anderen Genres gleichermaßen übertragen.

Wie funktioniert das Komponieren?

Musik komponieren setzt ein Verständnis für Musik voraus. Ein (Filmmusik)komponist braucht ein Gefühl für Stimmungen und muss diese wiedergeben können.  Gleichzeitig gibt es aber auch handwerkliche Kniffe, die man für das Komponieren erlernen kann.

Alles beginnt mit der Idee

In der Werbung orientiert sich die Musik ganz klar am zu vermarktenden Produkt. Hier ist die Intension recht einfach: Das Produkt soll durch die passende musikalische Untermalung vor dem Kunden immer ins rechte Licht gerückt werden. Was sich die Werbung genau wie die Filmindustrie zunutze macht, ist die Fähigkeit von Musik, Emotionen hervorzurufen. Die eigentliche Herausforderung besteht nämlich auch darin, einen gewissen Wiedererkennungswert zu schaffen.

Kurzum: Ziel ist es, einen richtigen Ohrwurm zu schaffen, der sich in die Köpfe der Zuhörer brennt. Nach diesem Prinzip arbeiten auch Popstars wie Lady Gaga oder Shakira. Die erste Frage, die sich stellt ist: „Was will ich mit meinem Stück vermitteln?“ Nur mit diesem Hintergedanken im Hinterkopf, kann nun die eigentliche Arbeit beginnen: Das Komponieren.

Der Kreativprozess

Das eigentliche Komponieren findet dann in der Regel am Keyboard, am Klavier oder direkt am Computer statt. Hier beginnt die Kreativphase und somit unermüdliches Ausprobieren, bei dem man sich nie entmutigen lassen darf. Hier ist das richtige Ohr/Geschick für Melodie und Rhythmus gefragt. Welche Klangart vermittelt das gewünschte Klangerlebnis am besten? Welcher Takt wird gewählt? Welche Instrumente sollen später im Musikstück involviert werden?

Fragen über Fragen. Um hier Struktur reinzubringen, braucht man in der Regel ein gewisses Maß an Inspiration und Kreativität, um letztendlich ein in sich stimmiges Werk erschaffen zu können. Kleine Arbeitsschritte erleichtern dabei das produktive Arbeiten. Eine kleine Anleitung bietet Dir dazu mein Artikel „Songwriting lernen„.

Auf diese Eigenschaften kommt es an

Im Bereich der Filmmusik oder der Werbung arbeiten Komponisten oft eng mit anderen Akteuren wie Regisseuren oder Produzenten zusammen. Daher sind neben Kreativität auch Team- und Kritikfähigkeit sowie die Fähigkeit zur Selbstreflexion wichtige Eigenschaften und wesentliche Erfolgskriterien zum Musizieren.

Ein Komponist ist also ein richtiger Allrounder. Er kombiniert musikalisches Geschick mit dem richtigen Know-how über seine Zielgruppe und den Erwartungen anderer Mitwirkenden. Nur so wird das Resultat zu einem ganzheitlichen Werk, das seine Botschaft erfolgreich bei seinen Zuhörern vermittelt.

Naturtalent oder eher “Learning by Doing”?

Natürlich gibt es immer Ausnahmetalente wie Beethoven oder Vivaldi, die schon im Kindesalter ganze Symphonien zu Papier brachten. Keine Sorge! Das sind, nun ja- wie der Name schon sagt-  Ausnahmen. In der Regel bringen Tondichter zwar schon ein gewisses Talent mit, doch ist bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Learning by Doing heißt das Zauberwort. Ob als Hobby in der Freizeit oder als Studium an der Musikhochschule – Komponieren kann gelernt werden. Ein gutes musikalisches Gehör ist allerdings Grundvoraussetzung. Alles andere, wie bestimmte Techniken oder das Texten lassen sich erlernen. Deswegen: Lasst euch nicht entmutigen! Mit der richtigen Portion Leidenschaft und einem gewissen Durchhaltevermögen kann sich jeder auf seine Art ausprobieren. Viel Spaß dabei!

Fazit – Was ist ein Komponist?

Ich hoffe, ich konnte Dir einen Überblick geben zum Thema „Was ist ein Komponist?“. Hier sind nochmal die wichtigsten Punkte aufgelistet:

  • Er ist ein Tondichter und Tonkünstler
  • Er schafft ganzheitliche Werke aus Melodie, Rhythmus und Text
  • Emotionen werden hervorgerufen
  • Er vermittelt Botschaften
  • Produkte, Filmsequenzen o.ä. werden so gekonnt in Szene gesetzt

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