Werbemusik – Definition und Beispiele im Überblick

Veröffentlicht von Ronald Kah am

Musik spielt in der Vermarktung eines Produkts eine wichtige Rolle. Gerade TV- und Werbespots leben von der perfekten Symbiose zwischen Bild und Ton. Erhalte hier einen Überblick zum Thema Werbemusik.

Definition

Werbemusik gilt als Instrument der Markenkommunikation. Sie soll ermöglichen, dass sich die Zielgruppe mit dem Produkt/Dienstleistung identifiziert und die Bindung zu einer Marke stärken. Werbemusik wird dabei in sechs Arten unterschieden:

Arten der Werbemusik

  1. Instrumentalsong: Hintergrundmusik für eine Werbeszene
  2. Signal: Eine prägnante instrumentale Tonfolge
  3. Audiologo: Der Produktname bekommt eine erkennbare Melodie
  4. Jingle: Ein Slogan oder eine Werbotschaft wird vertont
  5. Werbesong: Ein gesungenes Lied, dass die Werbebotschaft unterstützt
  6. Soundalike: Ein Song der einem bereits bekannten Werk ähnlich klingt

Wirkung/Funktion

Welche Wirkung hat Musik in der Werbung? Man spricht dabei auch von der klassischen Konditionierung – ein Zuschauer bringt eine Musik mit einem Produkt aus der Werbung in Verbindung. Es folgenden die elementaren Funktionen bzw. Merkmale der Werbemusik im Überblick:

  • Interesse: grundlegend wird für das Produkt/Leistung/Marke eine Aufmerksamkeit erzeugt. Die Musik hebt dabei die Vorteile akustisch hervor.
  • Positive Stimmung: die Musik erzeugt eine positive Atmosphäre, die zum Image der Produkts passt und so die Kauflaune des Zuschauers hebt.
  • Action: ein Werbevideo soll ein Problem darstellen und dem Zuschauer dazu die perfekte Lösung bieten. Die Einführung des Produkts wird mit Musik unterlegt und erzeugt so unterschwellig eine positive Grundstimmung.

Zusammenfassend kann gesagt werden, in einem Werbevideo wird durch Musik dem Zuschauer unterschwellig suggeriert ein Produkt gut zu finden und es letztendlich zu kaufen. Dadurch findet eine Art Manipulation durch Musik statt.

Geschichte

Schon im Mittelalter, machten Händler auf sich aufmerksam, indem sie die „Werbetrommel“ rührten. Hier mal ein kleiner Überblick zur Geschichte der Werbemusik:

Anfänge 20.Jahrhundert

Das 20. Jahrhundert bildet den Startpunkt der akustischen Markeneinführung im Sinne des kommerziellen Zweckes. Als erster Werbesong kann hier der 1905 veröffentliche „In My Merry Oldsmobile“ von der Firma „Oldsmobile Motor Company“ genannt werden.

1920er Jahre

In den 1920er Jahren ermöglichte das Radio, dass Werbung nun in eine Vielzahl von Haushalten gesendet werden konnte. 1926 wurde daher der erste Werbesong ausgestrahlt. „Have you tried Wheaties?“, ein Jingle für Frühstücksflocken. Ab hier entwickelte sich die Produktion von Werbe-Jingles rasant und erreichte ihren Höhepunkt in den 1950er Jahren.

Moderne

Die moderne Werbung und somit auch die Werbemusik begegnet uns überall im Alltag. Ob im Radio, im TV oder im Internet. Überall sind Werbebotschaften mit Musik unterlegt. Pionierarbeit hat dabei die Werbekampagne von DEA (1987) geleistet. Sie schaffte es ein Soundbranding zu etablieren und gleichzeitig einen Ohrwurm entstehen zu lassen.

Einsatz Werbemusik

Wo kann kann Werbemusik eingesetzt werden? Hier einige Beispiele:

  • Kinowerbung
  • TV-Werbung
  • Internetwerbung
  • Spiele (Apps, mobile Games)
  • Radiowerbung
  • Industriewerbung
    • Imagefilm
    • Produktfilm
    • Werbekampagne

Bekannte Werbemusik: Beispiele

Es gibt Werbesongs, die brennen sich in die Gehörwindungen ein. Einige davon sind schon über 20 Jahre alt und bleiben immer noch im Gedächtnis.

Lavazza Werbemusik

„Lavazza“, ein italienischer Kaffeehersteller, nutzt in seinem Werbespot den Song „Fit but you know it“ von der Band „The Streets“ und hat damit eine große Aufmerksamkeit erzielt. Vielen Zuschauer bliebt das Lied als Ohrwurm im Kopf hängen.

MacDonalds

Bei der MacDonalds-Werbung aus dem Jahr 1995 bleibt wohl vielen der Song „Einfach gut“ im Ohr und weckt die ein oder andere Erinnerung.

Sparkasse

Auch andere Branchen machen sich die Werbemusik zur Nutze. Wie zum Beispiel die Sparkasse. Hier wird Vertrauen vermittelt mit dem Satz „Wenns um Geld Sparkasse“.

Orbit ohne Zucker

Ein Werbesong, der extra für ein Produkt komponiert wurde, die Musik zur „Orbit ohne Zucker“-Werbung. Garantiert ein Ohrwurm 😉

Werbemusik komponieren

Von der eigenen Musik leben können, davon träumt ein jeder Musiker. Einige bauen sich ein zweites Standbein auf, oder jobben nebenher. Außerdem besteht die Möglichkeit Musik für Werbung zu komponieren, wie z. B. Werbejingles oder Imagefilme.

Ich für meinen Teil bin Komponist und biete individuelle Auftragskompositionen für Werbung und Filme an.

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Kostenlose Werbemusik: Playlist

Außerdem biete ich eine kleine Auswahl an kostenloser Werbemusik an, die sich besonders für Webclips oder YouTube-Marketing eignet. Hier findest Du eine Playlist mit GEMAfreier Musik an. Hör doch mal rein:

Fazit: Musik in der Werbung

Werbemusik spielt für die Vermarktung eines Produkts eine sehr wichtige Rolle. Mit Musik lässt sich eine emotionale Bindung zwischen Produkt und Kunde schaffen. Zu finden ist Werbemusik sowohl im Offline- (Radio, TV, Kino) als auch im Online-Bereich (Websites, Apps, YouTube) und kann durch gezieltes Sound-Branding den emotionalen Wert der Marke steigern.

Leseempfehlung:

Folgendes Buch empfehle ich, wenn Du Dein Wissen zum Thema „Musik in der Werbung“ vertiefen möchtest. Jeremias Jurt gibt in seinem Buch „Tv-Werbung und Musik: Audiovisuelle Verführung…“ einen Einblick zur Rolle der Musik in der Werbung und wie sie Werbebotschaften unterstützen kann. Hier geht es zum Buch!

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Kategorien: Musikmarketing

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