Sound Branding – Akustische Markenführung im Überblick

Sound Branding

In einer Welt der ständigen Informationsflut ist es wichtig aufzufallen. Als Teil der Corporate Identity kann Sound Branding die Sichtbarkeit eines Unternehmens erhöhen und somit zur akustischen Markenbildung beitragen. Hier erfährst Du mehr zum Thema:

Als Filmkomponist habe ich die Aufgabe Emotionen zu transportieren und die Stimmung von Bildinhalten musikalisch wiederzugeben. Grob kann man hier auch vom Branding sprechen, denn Filmmusik trägt zur Bildung einer Identität des Films bei. Dieses Prinzip lässt sich in Werbung übertragen. Aus diesem Grund möchte ich mich in diesem Blobeitrag mit dem Thema „Sound Branding“ beschäftigen.

Definition: Sound Branding

Sound Branding, Audio Branding oder auch akustische Markenführung, steht als die Gesamtheit aller Prozesse, die für die Positionierung und Kennzeichnung einer Marke mittels Elementen der auditiven Wahrnehmung notwendig sind. Georg Spehr hat das wie folgt formuliert:

Sound Branding ist ein Vorgang, der mithilfe von Klang eine emotionale Beziehung zwischen Sender und Empfänger aufbaut, assoziative Anker zur Wiedererkennung schafft, Botschaften kommuniziert und ein Image vermittelt und festigen kann.

Georg Spehr, aus „Definition, Einordnung und Wirkung des Audio Branding,“ von Sarah Wackenhut: https://www.grin.com/document/214461

Wie funktioniert Sound Branding?

  1. Festlegung eines Images: für die Marke wird eine Cooperate Identity (CI) festgelegt, dadurch wird ihr ein Charakter verliehen.
  2. Erschaffung eines Cooperate Sounds: der zuvor festgelegten Markenidentität werden klangliche Eigenschaften zugeordnet (ernst, fröhlich, energetisch).
  3. Auswahl der Soundelemente: der Cooperate Sound kann durch praktische Elemente wie Soundeffekte, Gesang, Sprache, Klanglandschaften und Musik gebildet werden.
  4. Umsetzung & Produktion: nachdem die Planungsphase abgeschlossen ist, wird das Sound Branding durch Werkzeuge der Musikproduktion und des Sound Designs umgesetzt.

Bedeutung für das Marketing

Wir leben in einer digitalen und multimedialen Welt. Aus diesem Grund ist ein Corporate Sound unerlässlich für Unternehmen.
Sound Branding ist bedeutend für das moderne Marketing, denn es trägt zur Erhöhung der Bekanntheit bei und hilft den Absatz eines Produkts oder einer Dienstleistung zu steigern.

Arten von Sound Branding

  1. Audiologo: ist ein akustisches Markenzeichen (eine kurze Melodie oder ein Geräusch), dass sofort mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden kann.
  2. Jingle: ein kurzer Einspieler, der mit einer einfachen Melodie und einem gesungenen Text eine zentrale Werbebotschaft etabliert.
  3. Markenstimme: eine markante Sprecherstimme kann für die verbale Unternehmenskommunikation eingesetzt werden. Dadurch wird Vertrauen und Persönlichkeit geschaffen.
  4. Unternehmenslied: ein Song, der eigens für das Unternehmen produziert wird. Zudem repräsentiert es die Philosophie in Form eines Liedes (meist mit Gesang).
  5. Soundscape: Klanglandschaften werden mithilfe von Tönen und atmosphärischen Elementen erschaffen. Inzwischen werden diese hauptsächlichst auf Websites oder in Einkaufszentren eingesetzt.

Beispiele Sound Branding

Soundlogo Telekom

Das Soundlogo der Telekom besteht aus wenigen Tönen, die unverwechselbar mit dem Unternehmen verbunden sind.

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Markenstimme

Volkswagen setzte lange auf Ihre markante Sprecherstimme mit dem einprägsamen Slogan „Das Auto“.

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Jingle

MacDonalds hat mit einer einfachen Melodie und dem Slogan „Ich liebe es“ den wohl bekanntesten Jingle der Welt kreiert.

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